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Die nach dem Zusammenbruch des “Realsozialismus” gerade auch in der Linken aufgekommene Vorstellung einer kapitalistisch leeren Zone im Osten und einer dortigen “Inwertsetzung” samt “neuen Märkten” usw. beruhte auf der Illusion, dass hier ein gewissermaßen “wertfreier Raum” bereit liege. In Wirklichkeit war dieser Raum aber bloß staatskapitalistisch organisiert und über den Weltmarkt längst in den Prozess der globalen kapitalistischen Wertsubstanz und ihrer Konkurrenzverhältnisse eingebunden (woran die “realsozialistischen” Länder letztlich auch empirisch gescheitert sind). […] Eine solche Illusion war nur möglich, weil man gar keinen Begriff des Kapitals als solchen hatte, sondern nur eine Vorstellung bestimmter historischer Erscheinungsformen, wobei der Kapitalismus der westlichen Zentren mit der kapitalistischen Produktionsweise überhaupt gleichgesetzt wurde.
Robert Kurz: Geld ohne Wert. S. 288 f.