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Das Volk.

Das Volk.

Volksherrschaft

Von der demokratischen Herrschaftsform wird gesagt, dass sie gar keine Herrschaft sei, weil hier im Auftrag des Volkes ge­herrscht werde. Es heißt, das Volk sei der „wahre Souverän“, die Demokratie demnach die Herrschaft des Volkes.

„Hier muss ein Irrtum vorliegen“, sagte Herr Keiner. „Ein Volk kann sich abfinden mit der vorgefundenen Herrschaft, aber es hat nicht die Kompetenz, diese in Auftrag zu geben. Es darf das Personal der Herrschaft wählen, hat aber nicht die Frage zu entscheiden, ob es eine Herrschaft geben soll oder nicht.

Denn das Volk ist in Wahrheit das Erzeugnis der Herrschaft, welche die Menschen in ihrem Machtbereich zu einem Kollektiv von Untertanen, als ihr Volk, zusammenschließt.

Es ist daher eine Unwahrheit zu behaupten“, sagte Herr K., „dass in einer Demokratie das Volk herrscht. Die Wahrheit ist: „Es wird wie in allen anderen Herrschaftsformen über das Volk geherrscht, in einer Demokratie mit ausdrücklicher Zustimmung der Be­herrschten.

Ob man es einmal mit anderen gesellschaftlichen Verhältnissen versuchen sollte, mit Verhältnissen, die so gut sind, dass sie keiner Herrschaft mehr bedürfen? Diese Frage wird dem Volk wohlweislich nicht zur Abstimmung vorgelegt. In dieser Frage haben die Menschen in ihrer Eigenschaft als Volk nirgendwo auf der Welt etwas zu sagen. Als Volk hat man für die Verhältnisse zu sein, welche die Herrschaft zu ihrem eigenen Nutzen eingerichtet hat. Mehr Freiheit steht für ein Volk nicht zur Wahl.“

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